Die Ringbahn: Das Projekt

Die Berliner S-Bahn besteht im Kern aus drei Teilen: Nordsüd-Tunnel, Stadtbahn und Ringbahn zu denen diverse Zulaufstrecken aus der Berliner Peripherie führen. Den ersten Teil habe ich mit "Mitten durch Berlin" vorgelegt.

Im März diesen Jahres habe ich die Arbeit an der Berliner Ringbahn begonnen. Da hatte ich mir noch gar nicht verinnerlicht, dass die Berliner Ringbahn dieses Jahr 150 Jahre alt wird! Die Gleise liegen, nun kommt alles, was drumherum ist. Ich plane mittlerweile nach einem sehr optimistischen Anfang eine Station pro Monat, fünf sind fertig, man mag sich ausrechnen, wann das Add-on fertig werden könnte. Ein alter Spruch sagt: "Weißt du, wie man Gott zum lachen bringt? Indem man sagt, man hätte einen Plan." Es bleibt also dabei: Nachfragen nach der Fertigstellung sind zwecklos, jede Nachfrage verzögert das Ende um eine Woche. 

Es geht durch Berlin, es sind viele Solitäre zu bauen, viele Besonderheiten, zu denen in Zukunft noch zu schreiben sein wird, wenn ich diese Orte erreicht haben werde. Wirklich jede Station hat ihr eigenes Umfeld und Flair, das man im Add-on auch wiederfinden soll. Die Strecke geht entlang von Industrie, Kleingewerbe, durch Wohnviertel, durch eine Villenkolonie, mehrere Parks, vorbei an einem (ehemaligen) Flughafen und kreuzt, wie es sich für einen Ring um Berlin gehört, die Spree zweimal.

Wenn man sich die Geschichte der Berliner Ringbahn anschaut, so wünscht man sich sofort, dass heutige Politiker auch eine derartige Weitsicht hätten. Erbaut damals weit vor den Toren der Stadt Berlin um eine Verbindung zwischen den verschiedenen Kopfbahnhöfen Berlins zu schaffen, erbaut auf einem Damm, um Kollisionen mit dem Verkehr zu ebener Erde zu vermeiden - merke: das Auto war da noch nicht erfunden - Erbaut ohne Widerstand der Bevölkerung (von der man sich auch mehr Gemeinsinn und Weitsicht und weniger Eigensinn wünschte).

Nachlesen kann man die Geschichte und Gegenwart der Ringbahn in einem jüngst erschienenen Kompendium des Berliner Autors Sven Heinemann mit dem Titel

"Ringbahn Berlin - Die Geschichte der legendären Eisenbahnstrecke 1871 bis heute",

ISBN 978-3-96453-300-5 bei der Verlagsgruppe Bahn erhältlich. Wer sich schon immer frug, was da mal war, wo entlang des Ringes sich Bahndämme andeuten, die heute der Vegetation anheim fallen, wird in diesem Buch fündig. Umfänglichst und gründlichst recherchiert mit vielen historischen Bildern und Karten gehört dieses Buch sicher in den Bücherschrank jedes Freundes der Berliner S-Bahn und der Berliner Eisenbahnen. In den Schrank aber erst nach der Lektüre!

Ich schweife ab, habe aber dank des Buches festgestellt, dass ich entgegen der Baurichtung der Erbauer der Ringbahn arbeite. Ich habe es schon an den Hektometertafeln gemerkt. Aber was solls, so muss ich bei jeder Station im Moment eben weiter nach hinten blättern.

Mit Wedding ist die zweite Station gebaut, die zwischen Wohnviertel am Nettelbeckplatz und der Bayer AG - einst Schering - gelegen ist. Ja, es kommen auch Gebäude vor, die es schon in Berlin - Leipzig gab, aber: die Gleisanlagen sind komplett neu, die Dämme und Brückenbauwerke kommen alle ohne Lofts aus. Der Bahnhof Wedding ist eine Neuprogrammierung.

Es folgt der Hp Westhafen, direkt neben dem Kraftwerk Moabit gelegen. Alleine der Bau des Kraftwerkes hat fast zwei Wochen gedauert. Südlich der Bahn finden sich Gewerbe und Wohnviertel. Hier liegt der historische Ausgangspunkt der Ringbahn, so wie das ganze Gelände um die Putlitzbrückke ein sehr geschichtsträchtiger Boden ist (wie eigentlich überall entlang des Ringes!). Man möge im o.a. Buche nachlesen.

Weiter geht es vorbei am Westhafen mit seinen umfangreichen Gleisanlagen. Gleich hierzu ein Wort: Es wird nicht nur S-Bahn geben, die Gleisanlagen der Eisenbahn daneben werden ebenfalls gründlich gebaut und durchsignalisiert, so dass man einen Kieszug vom Westhafen zur A100-Baustelle am Treptower Güterbahnhof bringen können wird u.a.m. Für die Fahrleitung wurde eine Lizenz bei den Leuten von RLB erworben, so dass es auch ein höchst professionelle Fahrleitung geben wird.

Hinterm Westhafen folgt der Bahnhof Beusselstraße, bis zur Jungfernheide ist die Strecke eingebettet  in Mischgewerbeflächen. Linkerhand ist hier ein alter Wasserturm ein optisches Highlight.

 Heute wurde die fünfte Station fertig: Jungfernheide. Der Bahnhof, von dem einst die Siemensbahn und die Bahn nach Spandau abzweigte. Zumindest die Siemensbahn soll ja wieder entstehen. Mal sehen, ob ich das noch erleben darf. Vor allem: mal sehen, ob da zur Eröffnung ein historischer Zug fahren können wird. .

Darum: ich unterstütze weiterhin auch mit diesem Add-on den Verein Historische S-Bahn, der als Auftraggeber für das Add-on einen Teil des künftigen Erlöses erhalten wird.

Und vorab, auch um Fragen vorzubeugen: es wird ein fahrbares Fahrzeug im Add-on geben. Welches, wird noch nicht verraten. Wenn soweit ist, dass man etwas davon sehen kann, wird hier davon zu lesen sein.

Zum Schluss wie immer die obligaten Bildchen zum Text. Alles noch in Arbeit, alles noch im Fluss. Hinweise sind immer gerne gesehen.

 

Bahnhof Jungfernheide

 









Bahnhof Beusselstraße und Güterbahnhof Moabit











Bahnhof Westhafen, Putlitzbrücke und Kraftwerk Moabit

Kraftwerk Moabit











Kommentare

  1. Vielen Dank schon jetzt dafür das du dir die Mühe machst.

    Ich hätte da so zwei - drei Fragen aus persönlicher Neugierde.
    1. Wenn du schreibst ,, Bahnhof fertig" meinst du dann nur den Bahnhof oder auch das drumherum?

    2. Wo schon die Siemensbahn erwähnt wird, wirst du diese im aktiven oder stillgelegtem Zustand einbeziehen?

    3. Wird der TXL und THF offen oder geschlossen sein?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. 1. sieht man doch eigentlich: auch das Drumherum.

      2. spelt in der Jetztzeit = stillgelegt.

      3. TXL spielt indiesem Add-on keine Rolle, THF verrate ich noch nicht. Das wird man sehen, wenn ich kommendes Jahr dort bin.

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

S25: Zielgerade

S25: Update 2

S25: Fertig.